Selten habe ich ein HDR-Bild bei solch extremen Lichtverhältnissen aufgenommen. So war es im Untergeschoss der Stiftskirche (La Collégiale) in Saint-Ursanne sehr dunkel im Vergleich zum Tageslicht, welches durch die Fenster drang. Die verwendete Belichtungsreihe umfasst entsprechend eine grosse Bandbreite an Belichtungen. Insegsamt habe ich 10 Bilder mit Belichtungszeiten von 1/180s bis 6s aufgenommen (14mm, f/8.0,  ISO100). Um die Lichtbedingungen zu veranschaulichen zeige ich hier noch zwei unbearbeitete Bilder aus der Belichtungsreihe:

Links: 1/20s, rechts: 6s

Einen weiteren Beitrag zur HDR-Technik findet ihr hier: Wolken HDRI.

Dieses und weitere HDR-Bilder findet ihr in der Gallery.

Kurz vor dem Jahreswechsel durften wir schliesslich doch noch den Wintereinbruch erleben. Dabei bergen die schneebedeckten Landschaften ein grosses Potential für die HDR-Fotografie. Da der Schnee sehr hell bzw. die Bäume und Häuser verhältnismässig dunkel sind, ist eine ausgewogene Belichtung ohne HDR-Technik schwierig zu erreichen. Wenn man sich entscheidet die dunkleren Bildelemente schön auszuleuchten, ist der Schnee oft schon überbelichtet. Durch den HDR-Prozess kann man die Details in allen Bildbereichen sehr gut erhalten. Die HDR-Fotografie ist nicht nur bei Schnee ziemlich effektvoll, sondern eignet sich auch sehr gut für Fassaden von Gebäuden, strukturreiche Oberflächen (z.B. Holz oder Stein) oder für Fahrzeuge. Ein weiteres Schnee-HDR von mir findet ihr hier: Schneeskulptur.

Das obige Bild hat einen relativ dezenten HDR-Effekt. Es wurde in Schlattingen (Schweiz) aufgenommen. Weitere HDRI findet ihr in der Gallery.

Lichtspuren (light trails) wie sie in diesem Bild zu sehen sind, können nur mit Hilfe von Langzeitbelichtungen eingefangen werden. Hier handelt es sich einerseits um ein Auto (unter der Brücke durch) und um zwei Züge (über die Brücke). Um diese Light trails in voller Länge aufzuzeichnen, muss die Belichtung ausgelöst werden, bevor das Fahrzeug in den Bildausschnitt kommt und sollte erst gestoppt werden, wenn das Fahrzeug nicht mehr im Bild ist.

Dieses Bild wurde in Bournemouth (England) aufgenommen und besteht aus mehreren Ebenen. Die Hintergrundebene bildet die Strasse und die Brücke. Die drei weiteren Ebenen bringen je eine der Lichtspuren in das Bild. Damit es möglich ist, die Light trails einfach in das Bild einzufügen, habe ich ein Stativ verwendet.

Was man mit Langzeitbelichtungen noch so machen kann, seht ihr hier.

Diese etwas chaotische und unruhige Aufnahme habe ich am Sechseläuten des Vorjahres gemacht. An diesem traditionellen Anlass wird in Zürich der sogenannte "Böögg", der auf dem Foto abgebildet ist, verbrannt. Anhand der Dauer bis der Kopf explodiert, wird der kommende Sommer prognostiziert. Findet die Explosion bereits nach kurzer Zeit statt, soll es ein guter Sommer werden.

Um die Details der Flammen einzufrieren habe ich relativ kurz belichtet (1/1000s). Da ich weit weg war vom Böögg und entsprechend eine grosser Brennweite gewählt habe (300mm), versuchte ich mit der grösstmöglichen Blende (f/5.6) genügend Licht einzufangen. Heute würde ich eher dazu tendieren, die Blende etwas kleiner zu wählen um ein grössere Schärfentiefe zu erreichen. Das fehlende Licht müsste man dann mit einer höheren Lichtempfindlichkeit (ISO-Wert) kompensieren.