Die Bildtechnik dieses Fotos vom RBS-Bahnhof in Bern ist sehr vielseitig. Einerseits handelt es sich dabei um eine Langzeitbelichtung. Dadurch werden die bewegten Elemente (Personen und Zug auf der rechten Seite) unscharf. Dies nennt man Bewegungsunschärfe. Dann gibt es aber auch Bildelemente (Geleise und Säulen), welche sich während der Belichtung nicht bewegt haben. Diese werden gestochen scharf abgebildet.

Strukturgebend sind in dieser Aufnahme die markanten perspektivischen Linien von den Geleisen, der Decke und den Bahnsteigen, welche auf den Fluchtpunkt gerichtet sind.

Dass dieses Bild so perfekt ausgeleuchtet ist, liegt nicht alleine an der Beleuchtung des unterirdischen Bahnhofs. So habe ich mehrere Belichtungen des Bildausschnittes aufgenommen um für jeden Bereich das ideale Licht bereitstellen zu können. Mit Hilfe von Luminosity-Masks (=Hellikgkeitsmasken) konnte ich in Photoshop nach Helligekeit aufgeteilte Bereiche gezielt bearbeiten. Dazu gehören Einstellungen wie Kontrast (Gradiationskurven) und Sättigung (bzw. Dynanamik). Im Prinzip erreicht man durch die richtige Anwendung dieser Luminosity-Mask einen gewissen HDR-Effekt.

Diese Bild findet man auch in der Gallery.

Dieses Bild ist sicherlich ein Hingucker, auch wenn die Aufnahme in technischer Hinsicht nicht gerade anspruchsvoll ist. Die Idee zu dieser Bearbeitung ist mir an einem Tag gekommen, als ich im Garten Vögel und Blumen fotografiert habe. Am Bildschirm habe ich dann bemerkt, dass die Blaumeise sowohl die Gelb- als auch die Blautöne mit der Blüte gmeinsam hat. Gleich darauf habe ich dann den Kopf der Meise mithilfe von Photoshop ins Blumenbild gesetzt, sodass das Gelb in der Blüte sich mit der gelben Brust des Vogels deckt. Naja... jetzt denkt ihr wohl ich habe 'ne Meise.

Dieses Foto findet ihr auch in der Gallery.

Plötzlich war er da, der Prime Tower - das aktuell höchste Gebäude der Schweiz. Und ich war damals zur richten Zeit am richtigen Ort! - Nämlich stand ich genau auf dem Freitag Tower, als der Prime Tower eingeflogen wurde...

Das ist natürlich alles Unsinn! Diese Bearbeitung ist reine Spielerei und soll euch einen kreativen Input geben, falls ihr wieder einmal ein neues Stilmittel der Fotografie ausprobieren wollt.

Doch wie entsteht ein solches Bild überhaupt? - Ausgerüstet mit Kamera und Stativ macht ihr eine ganz normale Nachtaufnahme vom beleuchteten Gebäude (Wie man eine scharfe Nachtaufnahme macht, findet ihr hier.). Ohne den Bildausschnitt zu verändern löst ihr das nächste Bild aus. Doch nun schwenkt ihr die Kamera noch während die Belichtung läuft in die eine oder andere Richtung. Am einfachste funktioniert dies, wenn die Kamera drehbar auf dem Stativ gelagert ist. So entsteht die Bewegungsunschärfe bzw. hier im Bild die Streifen rechts vom Prime Tower. Speziell daran ist, dass die Bewegungsunschärfe durch die Bewegung der Kamera entsteht - normalerweise ist die Ursache ein bewegtes Element im Bild (hier z.B. die Lichter der Autos auf der Strasse im Vordergrund). In der Nachbearbeitung müsst ihr dann nur noch das zweite Bild über das Erste legen und selektiv die Bereich rauslöschen, die ihr gerne scharf bzw. unbewegt habt. Bei diesem Bild sind das die Gebäude und Strassen im Vordergrund. Viel Spass beim Ausprobieren!

Dieses HDRI habe ich auf den Rochers-de-Naye oberhalb des Genfersees aufgenommen (18mm, Belichtungsreihe 1/1500s - 1/90, f/11, ISO 100).

Wie auch bei der Aufnahme von Schnee lassen sich die Helligkeitsstufen von Wolken sehr schön auftrennen mit der HDR-Technik (vgl. Schneeskulptur HDR). Sowohl Schnee als auch diese weissen Cumulus-Wolken werden vom Menschlichen Auge in der Regel einfach als "hell" empfunden. Mit einer Belichtungsreihe kann man ein HDR-Bild erstellen, welches die feine Abstufung der hellen Bereiche etwas aufweitet. Das heisst, dass die nicht ganz so hellen Elemente der Wolke deutlich dunkler dargestellt werden, was den Wolken mehr Struktur, mehr detail und insgesamt oft einen dramatischen Effekt verleiht.

Dieses und weitere HDR-Fotos von mir findet ihr hier.